Ausgezeichnete Brände aus dem Hause Zott

Bei uns stehen höchste Sorgfalt und Qualität immer an oberster Stelle. Dieses Credo zieht sich bei uns wie ein roter Faden durch den gesamten Familienbetrieb. Daher achten wir selbstverständlich nicht nur bei unseren Bränden auf ausgewählte, qualitativ hochwertige Grundstoffe, sondern destillieren diese Grundstoffe auch in reiner Handarbeit und mit größter Hingabe.
Umso mehr freut es uns, dass diese Passion und Mühe, die wir in jeden einzelnen Brand stecken, nicht nur uns zu überzeugen scheint.  

Zu Beginn des Jahres, wurde uns die große Ehre zuteil in den Gault Millau aufgenommen zu werden. Diese Bibel der Feinschmecker widmet sich neben erstklassigen Gourmet Tempeln und herausragender Küche auch der Kunst des Brennens und des Weinbaus.
Umso erfreuter waren wir, als uns die Nachricht erreichte, dass unsere Brände der Destillerie Zott in diesem Jahr in den Kreis der Auserwählten 61 Schnäpse aufgenommen wurde und mit einer Seite im Gault Millau 2018 Österreich geehrt wurde.  

Ein Grund, weshalb wir gerade in die österreichische Ausgabe des Genuss Guide gekommen sind, ist unsere erneute Auszeichnung bei einer der wichtigsten Edelbrandauszeichnungen im deutschsprachigen Raum, der Destillata. Dieser Spirituosen Wettbewerb findet alljährlich in Österreich statt und kürt die besten Edelbrände. Im Laufe der Jahre hat sich die Destillata einen Namen als einer der seriösesten Edelbrandverkostungen gemacht und möchte als Bindeglied zwischen Erzeugern und Konsumenten verstanden werden. Alle eingereichten Brände dürfen keine zusätzlich zugefügten Zucker enthalten, was selbstverständlich auch durch eine Nachuntersuchung sichergestellt wird. Verkostet wird bei der Destillata, nach einem Vierkriterienschema.
Das erste Kriterium beschreibt die Sauberkeit und gewährleistet, dass die Brände frei von Fehlern im Brennvorgang sind. Im zweiten Kriterium wird das Aroma bewertet, wobei es hier um die Lebendigkeit des Destillates, die Frische, Intensität und Typizität in der Nase und am Gaumen geht.
Hier schließ sich das dritte Bewertungskriterium an, denn es beschreibt das Mundgefühl des Brandes. Bewertet wird dabei sowohl das Empfinden am Gaumen als auch der Körper und die Schärfe des Produktes.
Zuletzt wird noch die Persistenz bewertet, was die Länge, Intensität und Komplexität im Nachgang beschreibt.  

Angesichts dieser vielfältigen Bewertungskriterien freuen wir uns umso mehr, dass wir auch in diesem Jahr mit unseren Produkten der Destillerie Zott überzeugen konnten und gleich sechs Goldmedaillen mit in den Naturpark Augsburg bringen konnten.
Bei der Verleihung der Medaillen im Rahmen eines Gala-Dinners wurde uns dann ein weiterer Ritterschlag zuteil. In jedem Jahr werden einige ausgewählte Brennereien in den “Kreis der auserwählten Destillerien” aufgenommen. Im Jahr 2018 wurde diese Ehre sieben Destillen aus Österreich, einer Schweizer Brennerei und drei deutschen Herstellern zuteil. Wir sind sehr stolz, in diesen kleinen Kreis aufgenommen worden zu sein.  “Schwarze Johannisbeere Likör”, “Quitten-Apfelbrand im Kastanienholzfass”, “High Spirits Himbeerbrand” und “High Spirits Williams Christ Brand” wurden mit einer Goldmedalie ausgezeichnet  und unser Aprikosenbrand und Apfelbrand 8 Jahre im Eichenholzfass gelagert wurden erreichten sogar den Titel Edelobstbrand des Jahres!

Und da wir uns auf keinen Fall auf unseren Lorbeeren ausruhen möchten, sind wir bereits jetzt wieder auf unseren Obstfeldern und in der Destille zu finden, damit wir auch im Jahr 2019 an die großartigen Erfolge aus diesem Jahr anknüpfen können.  

Die Destillerie Zott

Der Naturpark Augsburg westliche Wälder ist seit Generationen geprägt durch Forstbetriebe und Ackerbau, bietet doch das besonders Klima die perfekten Voraussetzungen für die Landwirtschaft.
Mit weniger als 100 Einwohner pro Quadratkilometer, lädt die wunderschöne Landschaft rund um Augsburg jährlich Besucher aus aller Welt ein, hier zu entspannen und die Natur hautnah zu genießen. Mit seinen 45 % Waldflächen ist dieses Gebiet eines der schönsten Naturschutzgebiete in Bayern.
Mitten in dieser Idylle befindet sich der Familienbetrieb Zott, der sich nicht nur dem Anbau von heimischen Obstsorten, sondern auch deren flüssigen Veredelung verschrieben hat.  

Im Gebiet Reischenau, begannen Edith und Erich Zott vor mehr als 40 Jahren neue Wege, abseits des altbewährten, zu gehen und wandelten ihren landwirtschaftlichen Betrieb nach und nach in ein Paradies für Früchte aller Art um. Angefangen hatte es mit einem Garten voller Himbeersträucher, die sich bald um Kirschbäume und weitere Beerensorten erweiterten.
Nach und nach wuchs der Betrieb und der Obsthof Zott war geboren.  

Wie es nun mal in einem traditionellen, landwirtschaftlichen Betrieb gang und gäbe ist, wurden auch die Kinder des Ehepaares in den Betrieb mit eingebunden und fanden bald einen Platz um sich individuell weiterzuentwickeln. So übernahm der Sohn, Ulrich, als Obstbaumeister den Obsthof und gemeinsam mit seiner Frau die Vermarktung des Obstes. Tochter Katharina, teilte schon früh die Passion ihres Vaters die eigenen Früchte und Beeren weiter zu veredeln und in hochprozentige Köstlichkeiten zu verwandeln. Um dies nicht nur aus Leidenschaft und als Nebenerwerb zu tun, trieb es die Tochter aus dem bayrischen Schwaben in die Welt. Mit Stationen in Südafrika, Kalifornien und Frankreich widmete sich Katharina Zott zunächst dem Studium der Weinbautechnik und schloss dieses erfolgreich mit einem Doktor in Önologie ab. Nun stand der eigenen Destille im familieneigenen Hof nichts mehr im Wege.  

Inzwischen konnten sich die Brände der Destillerie Zott einen Namen machen und sind unter Kennern für ihre außergewöhnliche Qualität bekannt. Durch den Familienbetrieb ist es hier möglich nicht nur die Qualität der Brände in jedem Stadium zu beeinflussen, sondern auch die Qualität des Grundstoffes wird durch die Familie überwacht. Ein weiterer Vorteil ist die Nähe der Destille zu den eigenen Obstplantagen. So können alle Obstsorten vollständig am Baum ausreifen und dann direkt weiterverarbeitet werden. Sind die Plantagen doch nur eine kleine Traktorfahrt vom Hof und der Destille entfernt.

Auch wenn inzwischen mit Destillaten wie Gin oder Absinthe, dessen Rohstoffe nicht alle selbst angebaut werden können, experimentiert wird, steht die Qualität der Grundzutaten immer an erster Stelle. Denn wenn wir eines gelernt haben dann, dass außergewöhnliche Brände und perfekt Handwerkskunst auch im Anbau der Rohstoffe Hand in Hand gehen müssen.

Haselnuss Geist

Neu in der geistreichen Familie der Zott Brände ist unser Haselnuss Geist.  

Bonstetten ist, mit seinen knapp 1330 Einwohnern, ein kleines idyllisches Fleckchen inmitten des Holzwinkels. Nur 20 Kilometer trennen uns von Bonstetten. Wir haben dort mit der Familie Aubele einen großartigen Partner für den Anbau von Haselnüssen gefunden. Mit viel Liebe und Sorgfalt widmen sich Klaus und Marianne Aubele ihren Haselnüssen.  

Die Haselnuss aus dem Hause Aubele hat ihren Anfang im Jahr 2010 als Klaus und Marianne auf die Idee kamen, 2000 Haselnussbäumen auf 2,7 Hektar Land zu kultivieren. Ja, richtig hier in Bonstetten wachsen Haselnussbäume und keine Sträucher, denn bekommen die Blätter zu wenig Licht bleibt die Ernte aus.
Aller Anfang war schwer und so fielen dem sehr trockenen Frühling bereits im ersten Jahr 350 der frisch gepflanzten Bäume zum Opfer. Doch Aufgeben gab es für die Familie nicht. Sie machten tapfer weiter und konnten bald die Früchte ihrer Arbeit in Händen halten. So steigerten sie ihre Ernte in jedem Jahr ein wenig und konnten im letzten Jahr 600 Kilogramm Haselnüsse sammeln. Beeindruckend ist dabei, dass jede einzelne Nuss sorgsam von Hand aufgelesen wird.
Zwar gibt es bereits Maschinen, die für die Haselnussernte eingesetzt werden können, doch sind diese Maschinen nicht für die Witterungsbedingungen im Naturpark Augsburg ausgelegt. Würde man versuchen die kostbaren Hülsenfrüchte mit einer Maschine zu sammeln, würde ein Großteil der Ernte durch die Reifen in den feuchten Boden gepresst werden und wären dort verloren. Um die Ernte nicht gänzlich alleine bewältigen zu müssen, werden die Aubeles einmal im Jahr von Familie und Freunden unterstützt. An diesem Tag kann der Großteil der Ernte eingesammelt werden. Die restlichen Nüsse werden dann Tag für Tag von den beiden Betreibern sorgsam aufgelesen und von Hand geknackt.  

Begeistert von der Passion, die hinter den Haselnüssen aus Bonstetten steckt, wollten wir unbedingt eine Charge der Nüsse in einen edlen Tropfen verwandeln.
Wir bekamen geknackte Haselnüsse und begannen diese in unsere Destille selbst im Ofen zu rösten. Das Rösten musste in kleinen Mengen geschehen, um sicherzustellen, dass alle Nüsse gleichmäßig der Hitze ausgesetzt werden und keine bitteren Noten, durch zu stark erhitze Nüsse, entstehen können. Der Duft, der die komplette Destille und den nebenan liegenden Hofladen zu dieser Zeit durchzog, war einzigartig und erinnerte uns an zartes Nussnugat.
Nach dem Rösten konnten wir die Nüsse schälen und dann hacken, bis sie endlich den Weg in unsere Brennblase finden konnten.  

Und die Mühe hat sich gelohnt! Die feinen, süßlich, nussigen Aromen, die sich in diesem Geist finden, sind einzigartig köstlich und entlohnen schon beim ersten Schluck für die Arbeit, die in jedem einzelnen Tropfen des Destillates steckt.