Haselnuss Geist

Neu in der geistreichen Familie der Zott Brände ist unser Haselnuss Geist.  

Bonstetten ist, mit seinen knapp 1330 Einwohnern, ein kleines idyllisches Fleckchen inmitten des Holzwinkels. Nur 20 Kilometer trennen uns von Bonstetten. Wir haben dort mit der Familie Aubele einen großartigen Partner für den Anbau von Haselnüssen gefunden. Mit viel Liebe und Sorgfalt widmen sich Klaus und Marianne Aubele ihren Haselnüssen.  

Die Haselnuss aus dem Hause Aubele hat ihren Anfang im Jahr 2010 als Klaus und Marianne auf die Idee kamen, 2000 Haselnussbäumen auf 2,7 Hektar Land zu kultivieren. Ja, richtig hier in Bonstetten wachsen Haselnussbäume und keine Sträucher, denn bekommen die Blätter zu wenig Licht bleibt die Ernte aus.
Aller Anfang war schwer und so fielen dem sehr trockenen Frühling bereits im ersten Jahr 350 der frisch gepflanzten Bäume zum Opfer. Doch Aufgeben gab es für die Familie nicht. Sie machten tapfer weiter und konnten bald die Früchte ihrer Arbeit in Händen halten. So steigerten sie ihre Ernte in jedem Jahr ein wenig und konnten im letzten Jahr 600 Kilogramm Haselnüsse sammeln. Beeindruckend ist dabei, dass jede einzelne Nuss sorgsam von Hand aufgelesen wird.
Zwar gibt es bereits Maschinen, die für die Haselnussernte eingesetzt werden können, doch sind diese Maschinen nicht für die Witterungsbedingungen im Naturpark Augsburg ausgelegt. Würde man versuchen die kostbaren Hülsenfrüchte mit einer Maschine zu sammeln, würde ein Großteil der Ernte durch die Reifen in den feuchten Boden gepresst werden und wären dort verloren. Um die Ernte nicht gänzlich alleine bewältigen zu müssen, werden die Aubeles einmal im Jahr von Familie und Freunden unterstützt. An diesem Tag kann der Großteil der Ernte eingesammelt werden. Die restlichen Nüsse werden dann Tag für Tag von den beiden Betreibern sorgsam aufgelesen und von Hand geknackt.  

Begeistert von der Passion, die hinter den Haselnüssen aus Bonstetten steckt, wollten wir unbedingt eine Charge der Nüsse in einen edlen Tropfen verwandeln.
Wir bekamen geknackte Haselnüsse und begannen diese in unsere Destille selbst im Ofen zu rösten. Das Rösten musste in kleinen Mengen geschehen, um sicherzustellen, dass alle Nüsse gleichmäßig der Hitze ausgesetzt werden und keine bitteren Noten, durch zu stark erhitze Nüsse, entstehen können. Der Duft, der die komplette Destille und den nebenan liegenden Hofladen zu dieser Zeit durchzog, war einzigartig und erinnerte uns an zartes Nussnugat.
Nach dem Rösten konnten wir die Nüsse schälen und dann hacken, bis sie endlich den Weg in unsere Brennblase finden konnten.  

Und die Mühe hat sich gelohnt! Die feinen, süßlich, nussigen Aromen, die sich in diesem Geist finden, sind einzigartig köstlich und entlohnen schon beim ersten Schluck für die Arbeit, die in jedem einzelnen Tropfen des Destillates steckt.

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